Individuelles Hundetraining

Zu einer intakten Mensch-Hund Symbiose gehört natürlich ein gewisser Grundgehorsam des Hundes. Dieser wird beim praxisorientierten Einzeltraining optimal aufgebaut, denn das ermöglicht eine individuelle Anpassung an das Lerntempo von Hund und Mensch. Beide lernen, Kommandos wie "hier", "sitz", "platz", "bleib", "bei Fuß" richtig auszuführen. Ich arbeite dabei über die Ausnutzung natürlicher Verhaltensweisen, Ritualisierung und Beute- und Futtermotivation. Die Bindung wird gestärkt, denn alle Übungen werden zusammen durchgeführt. Wir machen uns den Rudeltrieb zunutze.
Geübt wird selbstverständlich nicht auf Trainingsplätzen, sondern im Haus und Garten des Besitzers, auf Spaziergängen durch Wald und Feld, und auch im Stadtbereich. Das Leben findet schließlich nicht auf dem Hundeplatz statt.

Jedem Training vorangestellt ist ein Einführungsgespräch über die theoretischen Grundlagen zum Training, an dem möglichst alle teilnehmen sollten, die mit dem Hund zusammenleben. Eine zuverlässige Erziehung scheitert oft an den unterschiedlichen Vorstellungen einzelner Familienmitglieder. Durch Einbeziehung der ganzen Familie soll hier Abhilfe geschaffen werden. Jeder Hund ist ein einzigartiges Lebewesen mit seiner eigenen Geschichte, seinen individuellen Erfahrungen und Strategien, in seiner Umwelt zurecht zu kommen. Hunde äußern sich hauptsächlich über Ihre Körpersprache. Sie ist das Kommunikationsmittel Nummer Eins und überaus vielfältig in ihren feinen Ausprägungen. Auch uns Menschen teilt der Hund seine Stimmungen, Absichten und Bedürfnisse über körperliche Signale, also über Verhaltensweisen mit. Leider verstehen wir "wortlastigen" Menschen unsere Hunde oft nicht, obwohl sie ganz eindeutige Zeichen senden. Manchmal nehmen wir sogar unbewusst unseren Hunden die Möglichkeit, sich über ihr Verhalten zu äußern. Der Hund bekommt ein Problem damit, sich so zu verhalten, wie er es nach seiner artspezifischen Fähigkeit zur Kommunikation eigentlich müsste. Als überaus anpassungsfähiges Lebewesen entwickelt der Hund dann alternative Strategien.
Der wichtigste Schritt bei der Lösung oder Besserung von Problemverhalten ist, die Strategie zu erkennen, die hinter dem Verhalten des Hundes steht. Ein Patentrezept gibt es jedoch nicht! Jedes Tier hat seine eigene Persönlichkeit und Erfahrungswelt, muß individuell erkannt und verstanden werden, um die Ursachen dieses problematischen Verhaltens herausfinden und beseitigen zu können. Wie für jedes Training gilt auch hier: Es kommen nur tierschutzgerechte Ausbildungsmethoden zur Anwendung und Herrchen und/ oder Frauchen werden in die Arbeit mit dem Hund miteinbezogen. Klar gesagt werden muß aber auch: Nicht jedes Verhalten ist belielarger korrigierbar. Verhaltensweisen, die auf angstvollen, schmerzhaften oder anderen negativen Erfahrungen in den frühen Prägungsphasen beruhen, sind manchmal nicht völlig zu "reparieren". Oft können jedoch in Abstimmung mit dem Besitzer akzeptable Lösungswege erarbeitet werden, die aus Mensch und Hund wieder ein harmonisches Team werden lassen.

Hundeverhaltenstherapie

Durch ,,Missverständnisse" in der Kommunikation, frühe Prägungserfahrungen des Welpen, erhöhten Stress und andere Faktoren können Verhaltensauffälligkeiten wie z. B.:

o Aggressivität gegenüber Menschen und/oder Artgenossen,
o ,,Zerstörungswut",
o Stubenunreinheit,
o Übersteigerte Erregbarkeit oder Angst,
o Benagen des eigenen Körpers,
o Aufmerksamkeitsforderndes Verhalten (z. B. anhaltendes Bellen) usw. beim Hund entstehen.

Die Hundeverhaltenstherapie baut auf einem ersten gemeinsamen Gespräch, der Erstanamnese, auf. Bei diesem Termin, der zeitlich nicht begrenzt ist, werde ich mit Ihnen gemeinsam alle wichtigen Daten und Beobachtungen sammeln, die zu einem möglichst genauen Gesamtbild ihres Hundes führen sollen. Dabei sind alle noch so kleinen, Ihnen vielleicht zunächst unbedeutend erscheinenden Gegebenheiten und Details wichtig und interessant. Die Anamnese findet bei Ihnen vor Ort in der gewohnten Umgebung Ihres Hundes statt.

Die gesammelten Daten und Beobachtungen führen dann zu einer Diagnose, die wiederum die Basis für die nachfolgenden therapeutischen Schritte darstellt: ich erstelle für Sie einen individuellen Behandlungsplan. Dabei arbeite ich über die natürliche Motivation des Hundes, wobei ich mir aktuelle Erkenntnisse der Verhaltensforschung und der Lernpsychologie zu Nutze mache, die ich Ihnen verständlich nahe bringen möchte.

Bei der Umsetzung bin ich dann voll und ganz auf Ihre Mitarbeit angewiesen! Das heißt, ich benötige Ihre Bereitschaft umzudenken und neue Wege auszuprobieren, um am Ende ein harmonisches Miteinander zwischen Ihnen und Ihrem Hund erreichen zu können.